Erinnerung spielt in der Literatur ein große Rolle. In der bildenden Kunst, Fotografie mal ausgenommen, spielt sie eher keine Rolle. Ich meine hier nicht malen, zeichnen, etc. aus dem Gedächtnis. Ich glaube, jeder hat Bilder in seinem Kopf, an die man glaubt sich sehr genau zu erinnern. Keine Fotos, die unsere Erinnerung ersetzen, sondern Szenen, die in einem bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Vergegenwärtigen wir uns dieser Bilder, stellen wir, die kein fotografisches Gedächtnis besitzen, fest, dass meist nur ein Ausschnitt noch Form hat. Die Ränder des Bildes können wir aber nur ungefähr beschreiben.
Persönliche Momente, in Bildern erinnert (ähnlich dem Duft von Madeleines), werden immer fragiler, je genauer wir sie untersuchen.